Dienstag, 22. August 2017

Widerstand nimmt zu

Der Widerstand der Aktionäre ist 2017 gestiegen, dies zeigt die jährliche Ethos Studie über die Generalversammlungen, Vergütungen und Corporate Governance der in der Schweiz kotierten Unternehmen. Insgesamt wurden 14% der Anträge mit weniger als 90% Ja-Stimmen von den Aktionären angenommen, im Vergleich zu 12% im vergangenen Jahr. Bei den Abstimmungen über die Vergütungen der Führungsinstanzen zeigten sich die Aktionäre besonders kritisch. Parallel zur Veröffentlichung ihrer Studie gibt Ethos auch ihre Erwartungen an den zurzeit im Parlament beratenen Entwurf zur Revision des Aktienrechts bekannt.
 
Innerhalb der 200 Unternehmen des Börsenindexes SPI betrug die durchschnittliche Zustimmungsquote der den Aktionären 2017 zur Abstimmung vorgelegten Traktanden 95,4% (2016: 96,3%). Insgesamt erhielten 7% der Anträge weniger als 80% Zustimmung (2016: 4%), 27 Anträge wurden von der Generalversammlung sogar abgelehnt. Ausserdem wären etwa 30 Anträge, über die in Unternehmen mit einem Ankeraktionär (d.h. mit mindestens einem Drittel der Stimmrechte) abgestimmt wurde, bei alleiniger Berücksichtigung der Stimmen der übrigen Aktionäre abgelehnt worden. Ethos-Direktor Vincent Kaufmann dazu: «Der zunehmende Widerstand zeigt, dass sich die Aktionäre ihrer Rechte bewusst geworden sind und diese geltend machen»

 
Die Anträge in Zusammenhang mit den Vergütungen der Führungsinstanzen (Verwaltungsrat und Geschäftsleitung) waren besonders umstritten: So wurden 21% der Konsultativabstimmungen über den Vergütungsbericht von weniger als 80% der Aktionäre unterstützt. 2016 waren es nur 16%. Die durchschnittliche Ablehnungsquote betrug beim Vergütungsbericht 13,3%, im Vergleich zu 11% im Jahr 2016. Ethos zeigte sich bei ihren Stimmempfehlungen ebenfalls kritischer und lehnte 18% aller der Generalversammlungen der SPI-Unternehmen zur Abstimmung vorgelegten Anträge ab (2016: 15%). Dies ist in erster Linie auf eine Änderung der Stimmrechtsrichtlinien von Ethos zurückzuführen, welche nunmehr vorsehen, die Wahl eines Verwaltungsratsmitglieds mit exekutiven Aufgaben im gleichen Unternehmen abzulehnen. In Übereinstimmung mit den neuen europäischen Vorgaben stimmt Ethos seit diesem Jahr auch gegen die Wiederwahl der Revisionsstelle, wenn deren Mandatsdauer 20 Jahre überschreitet.

 
Die durchschnittlichen Vergütungen sind nahezu konstant geblieben. Es sind jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Sektoren festzustellen. Insbesondere stieg innerhalb der 100 grössten kotierten Gesellschaften die Gesamtvergütung der Führungsinstanzen der Unternehmen des Finanzsektors um 4%, obwohl die Gewinne im gleichen Zeitraum um 16% sanken. Bei den Vergütungsabstimmungen in den Unternehmen des Finanzsektors äusserte sich dies darin, dass im Vergleich zu den anderen Sektoren ein höherer Anteil an Nein-Stimmen verzeichnet wurde. Bei GAM beispielsweise wurde die variable Vergütung der Geschäftsleitung von den Aktionären klar abgelehnt. Auch bei Credit Suisse, wo der Druck der Aktionäre zu einer Senkung um 40% der Geschäftsleitungs-Boni führte, kam der Widerstand klar zum Ausdruck. «Der fehlende Zusammenhang zwischen dem Vergütungsniveau der Führungsinstanzen und der Unternehmensleistung wird von den Aktionären mit Recht immer häufiger sanktioniert», stellt Vincent Kaufmann fest.

 
In seiner letzten Session begann das Parlament die Beratung des vom Bundesrat vorgelegten Entwurfs zur Revision des Aktienrechts. Ziel dieses Entwurfs ist die Anpassung des Unternehmensrechts an die Marktgegebenheiten, vor allem infolge der Umsetzung der Minder-Initiative. Ethos hat in diesem Zusammenhang mehrere Empfehlungen zur Verbesserung der Aktionärsrechte abgegeben, insbesondere bezüglich der Kapitalstruktur, der Vergütungen und des Verwaltungsrats. Dr. Dominique Biedermann, Präsident des Ethos Stiftungsrats, dazu: «Diese Gesetzesrevision ist ausschlaggebend, um den Aktionären die Anwendung der Good-Governance-Regeln durch die Schweizer Unternehmen zu garantieren».

 
Insbesondere fordert Ethos die Wiedereinführung des im Vorentwurf enthaltenen Verbots, prospektiv über die variable Vergütung der Geschäftsleitung abzustimmen. Um den Aktionären eine bessere Kontrolle allfälliger Exzesse zu ermöglichen, ist es notwendig, dass sie über die effektiven variablen Vergütungen entsprechend der Resultate des Unternehmens abstimmen können. Im Fall der Generalversammlung der Credit Suisse z.B. war es die Mobilisierung der Aktionäre – nach den massiven Verlusten des Unternehmens – gegen die Boni 2016, über die retrospektiv abgestimmt wurde, welche die Geschäftsleitung dazu veranlasste, ihre Boni freiwillig um 40% zu reduzieren. Eine prospektive Abstimmung an einer vorhergehenden Generalversammlung dagegen wäre einem Blankocheck gleichgekommen, den die Aktionäre nicht mehr hätten anfechten können.
 
 

Samstag, 19. August 2017

Solar billiger als Kohle

In Indien werden derzeit noch rund 80 Prozent des Stroms in fossilen Kraftwerken erzeugt. Das soll sich ändern, denn der Ausbau der Erneuerbaren ist nicht nur politisch gewünscht, sondern inzwischen auch günstiger.

Noch dominiert Kohle die Stromerzeugung in Indien. Kohlekraftwerke mit einer Leistung von über 194.000 Megawatt (MW) sorgen in ganz Indien für Strom. Das sind fast 60 Prozent der indischen Stromerzeugungskapazitäten. Die Photovoltaik kommt bereits auf fast 14.000 MW und soll bis 2020 nach den Regierungsplänen auf 100.000 MW ansteigen. Inzwischen ist Solarstrom günstiger als Kohlestrom, sodass der größte Kohleproduzent des Landes Medienberichten zufolge fast 100 Kohleminen schließen wird. 

Coal India, der größte Kohleproduzent in Indien und weltweit, soll in den nächsten zwei bis drei Jahren insgesamt fast 100 der knapp 400 Kohleminen schließen. In diesem Jahr sollen bereits 37 Minen den Betrieb beenden, berichtet The Economic Times. Bereits im vergangenen Jahr habe Coal India, als größter Kohleproduzent für über 80 Prozent der Kohle in Indien verantwortlich, insgesamt 15 Minen geschlossen. Grund ist die fehlende Wirtschaftlichkeit der Produktionsstätten. Nach einer Studie aus dem vergangenen Jahr verfüge das Unternehmen über 15 wirklich hocheffiziente Minen und über weitere 90 Minen, die wirtschaftlich gemacht werden könnten. Die Kohlestromerzeugung bekommt zunehmend Konkurrenz durch erneuerbare Energien.

Solarstrom ist inzwischen günstiger geworden als Kohlestrom. Das zeigen die Ergebnisse aktueller Solarkraftwerks-Auktionen. Bei einer Photovoltaik-Ausschreibung mit einem Umfang von 500 MW im zweiten Quartal 2017 ist mit 2,44 indische Rupien (etwa 3,1 Eurocent) je Kilowattstunde (kWh) der günstigste Tarif für Solarprojekte überhaupt erzielt worden. Da kann auch die Kohleverstromung nicht mehr mithalten. Wie das Portal Quartz India berichtet, verkauft der größte Stromerzeuger Indiens, NTPC, den Strom aus den Kohlekraftwerken für 3,20 Rupien je kWh. 

Dennoch könnte der rasante Solarausbau in Indien ins Straucheln geraten. Darauf weist das Beratungsinstitut Mercom India Research hin. So sei die Einführung der sogenannten „Goods und Service Tax“, die eine umfassende Reform des gesamten Umsatzsteuersystems darstellt, zwar wie angekündigt umgesetzt worden, doch die Regelungen würden immer noch für viel Verwirrung sorgen. Im Photovoltaik-Bereich sei unklar, auf welche Komponenten einer PV-Anlage die verschiedenen Steuersätze anzusetzen sind. Zudem wollen die Versorger die Vergütungstarife für Solarstrom weiter drücken, was laut Mercom India Research bereits zu Projektverzögerungen führt. 

Freitag, 18. August 2017

MB: Licht am Ende des Tunnels

Meyer Burger Technology erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Auftragseingang von CHF 308.5 Mio., was gegenüber der Vorjahresperiode einem Anstieg von 15% entspricht (H1 2016 CHF 267.8 Mio.). Dies ist das höchste Auftragseingangsvolumen, das seit 2011 in einer Halbjahresperiode erzielt wurde.

Der Trend, dass Wafer-, Zellen- und Modulhersteller neue Investitionen in Upgrades ihrer bestehenden Produktionslinien tätigen und zusätzliche Produktionskapazitäten aufbauen, hat sich somit bestätigt. Gleichzeitig unterstreicht der hohe Auftragseingang die starke Markt- und Technologie-Position von Meyer Burger in der PV-Industrie, wie das Unternehmen in seiner Medienmitteilung schreibt. Verschiedene Technologie Trends, wie beispielsweise die Verlagerung von Slurry basiertem zu Diamantdraht basiertem Sägen, die Upgrades in der Zell-Produktion durch PERC Anwendungen zur Erhöhung der Zelleffizienz, Bifazialität von Zellen und Modulen und weitere Verbesserungen der Solarmoduleffizienz zeigen, dass sich die PV-Industrie in einem Technology-Buy-Cycle befindet, was aus Sicht von Meyer Burger einstweilen anhalten wird.

Auftragsbestand
Der Auftragsbestand belief sich per 30. Juni 2017 auf CHF 339.1 Mio. (31.12.2016 CHF 244.5 Mio.). Damit verfügt Meyer Burger über einen hohen Auftragsbestand für die zweite Jahreshälfte 2017 und ins neue Jahr 2018. Die Book-to-Bill Ratio lag im ersten Halbjahr 2017 bei 1.45 (H1 2016 Verhältnis von 1.23). Der Nettoumsatz lag mit CHF 212.3 Mio. rund 2.5% tiefer als in der Vorjahresperiode (H1 2016 CHF 217.8 Mio.). Negative Währungseinflüsse beeinträchtigten den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2017 mit rund CHF 2.6 Mio. bzw. -1.2%. Aufgrund des hohen Auftragsbestands und wesentlichen Auslieferungen / Kundenabnahmen die gegen Jahresende 2017 vorgesehen sind, erwartet Meyer Burger einen höheren Nettoumsatz im zweiten Halbjahr.

Betriebsleistungen nach Materialaufwand und Vorleistungen beliefen sich auf CHF 98.2 Mio. (H1 2016 CHF 107.2 Mio.), was einer Marge von 46.3% für das erste Halbjahr 2017 (H1 2016 49.2%) entspricht. Das Betriebsleistungsergebnis ist durch diverse Effekte beeinträchtigt, wie ausserordentliche Rückstellungen für Garantieleistungen im Zusammenhang mit einem Update / Ersatz von Solarmodulen die in den Jahren 2008-2009 produziert wurden, Wertberichtigungen für Warenvorräte im Zusammenhang mit der Optimierung des Produkteportfolios sowie negative Währungseffekte auf Debitoren und Kundenanzahlungen, im Umfang von insgesamt CHF -11.4 Mio. Ohne diese Sondereffekte beliefe sich die Marge auf 51.2%, währenddem die normalisierte Marge im ersten Halbjahr 2016 bei 48.3% lag.

Betriebskosten
Meyer Burger hat die Kostenreduktionsmassnahmen des Strukturprogramms per Ende Juni 2017 abgeschlossen. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, seine Kostenstrukturen durch geeignete Massnahmen weiter zu optimieren. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Strukturprogramm und weiteren Massnahmen, die im ersten Halbjahr 2017 getätigt wurden (z.B. Einstellung Drahtproduktion bei DMT, Schliessung Minhang Produktionsstätte) über 260 Arbeitsverträge gekündigt, was zu einer Reduktion von 243 Mitarbeitenden (FTE) per 30. Juni 2017 und total 261 FTE per 30. September 2017 führt.

Mit dem starken Auftragseingang und hohen Auftragsbestand musste die Anzahl der temporären Mitarbeitenden im ersten Halbjahr 2017 von 80 per Jahresende 2016 auf 213 per Ende Juni 2017 erhöht werden, um die Bewältigung der höheren Produktionsvolumen sicherzustellen. Per 30. Juni 2017 beschäftigte Meyer Burger 1‘303 FTE und 213 Temporärmitarbeitende, verglichen mit 1‘547 FTE und 189 Temporärangestellten per 30. Juni 2016. Die Personalkosten reduzierten sich um CHF 5.5 Mio. bzw. 7% gegenüber der Vorjahresperiode und lagen bei CHF 69.4 Mio. (H1 2016 CHF 74.9 Mio.). Damit beweist Meyer Burger, dass die Organisation flexibler und die Fixkostenbasis deutlich reduziert wurden. Die finanziellen Effekte aller bis dato initiierten und umgesetzten Kostensenkungsmassnahmen werden auch die zweite Jahreshälfte 2017 positiv beeinflussen. Beim sonstigen Betriebsaufwand reduzierten sich die Aufwendungen um 16% auf CHF 21.9 Mio. (H1 2016 CHF 26.1 Mio.).

EBITDA
Das Betriebsergebnis EBITDA stieg im ersten Halbjahr 2017 auf CHF 6.9 Mio. (H1 2016 CHF 6.2 Mio.). Exklusive der obenerwähnten Sondereffekte liegt das EBITDA auf einer bereinigten Basis bei CHF 18.4 Mio. (EBITDA Marge 8.6%). Mit dem höheren Nettoumsatz und einer Reihe von Kostenreduktionsmassnahmen, die in der zweiten Jahreshälfte ihre volle Wirksamkeit entfalten, erwartet Meyer Burger einen deutlich höheren EBITDA-Beitrag mit einer voraussichtlichen EBITDA Marge von >11% im zweiten Halbjahr 2017. Das Ergebnis auf Stufe EBIT lag bei CHF -8.8 Mio. (H1 2016 CHF -20.8 Mio.). Die planmässigen Abschreibungen und Amortisationen beliefen sich auf total CHF 15.8 Mio. (H1 2016 CHF 27.0 Mio.).

Finanzergebnis
Das Finanzergebnis netto betrug CHF -7.4 Mio. (H1 2016 CHF -7.9 Mio.). Das ausserordentliche Ergebnis belief sich auf CHF -0.6 Mio. und reflektiert die Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung der Diamantdrahtproduktion bei Diamond Materials Tech (DMT). Der Steueraufwand für das erste Halbjahr 2017 lag bei CHF 0.2 Mio. (H1 2016 Steuerertrag von CHF 3.2 Mio.). Der Steueraufwand im ersten Halbjahr 2017 ist auf die laufenden Ertragssteuern und auf Veränderungen bei den latenten Ertragssteuerguthaben und latenten Ertragssteuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Das Konzernergebnis lag bei CHF -17.0 Mio. (H1 2016 CHF -25.6 Mio.). Das Ergebnis pro Aktie lag bei CHF -0.03 (H1 2016 CHF -0.08). Auf bereinigter Basis, ohne die erwähnten Sondereffekte, läge das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2017 bei CHF -5.6 Mio.

Obligationenanleihe
5% Obligationenanleihe vollumfänglich zurückbezahlt: Meyer Burger hat die CHF 130 Mio. 5% Obligationenanleihe per Verfalldatum 24. Mai 2017 zu pari zurückbezahlt. Durch die Rückzahlung verringert sich zukünftig der jährliche Zinsaufwand um CHF 6.5 Mio. Die Rückzahlung der Obligationenanleihe hat zu einer Verkürzung der Bilanzsumme geführt, was sich auf die Eigenkapitalquote positiv auswirkt. Die Bilanzsumme lag per 30. Juni 2017 bei CHF 493.9 Mio. (31.12.2016 CHF 629.9 Mio.). Die flüssigen Mittel reduzierten sich aufgrund der Rückzahlung der Obligationenanleihe auf CHF 117.2 Mio. Die Warenvorräte beliefen sich auf CHF 103.4 Mio., Sachanlagen auf CHF 97.4 Mio., immaterielle Anlagen auf CHF 34.5 Mio. und latente Ertragssteuerguthaben auf CHF 73.0 Mio.

Das Fremdkapital von insgesamt CHF 279.5 Mio. umfasst insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von CHF 32.0 Mio., Kundenanzahlungen CHF 70.4 Mio., Rückstellungen CHF 13.4 Mio. und Finanzverbindlichkeiten CHF 121.8 Mio. Das Eigenkapital betrug CHF 214.4 Mio. (31.12.2016 CHF 234.4 Mio.). Die Eigenkapitalquote per 30. Juni 2017 lag bei 43.4% (31.12.2016 37.2%).

Cashflow
Der operative Cashflow war mit CHF +3.5 Mio. weiterhin positiv (H1 2016 CHF +15.4 Mio.). Der Unterschied im Vergleich zur Vorjahresperiode ist mehrheitlich auf Veränderungen des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf CHF +1.4 Mio. (H1 2016 CHF -2.9 Mio.) und beinhaltet den Verkauf von Wertschriften (Meyer Burger hielt CHF 3 Mio. der eigenen Obligationenanleihe per Jahresende 2016) sowie übliche zurückhaltende Investitionen ins Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei CHF -134.2 Mio. (H1 2016 CHF -0.5 Mio.), insbesondere aufgrund der Rückzahlung der 5% Obligationenanleihe im Mai 2017.

Organisatorische Anpassungen Geschäftsleitung
Gunter Erfurt, Chief Operating Officer (COO) wird zum neuen Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Dirk Habermann, Chief Innovation Officer tritt aus der Geschäftsleitung aus und übernimmt die Position als General Manager der holländischen Niederlassung im Bereich Specialised Technologies sowie Leiter Spezialprojekte für neue Technologien innerhalb der Gruppe. Daniel Lippuner (48), Schweizer Staatsbürger und ehemals Group Chief Executive Officer von Saurer Group in Shanghai, China und Wattwil, Schweiz, übernimmt die Geschäftsleitungsposition als Chief Operating Officer. Die neue Organisation tritt per 1. September 2017 in Kraft. Ab diesem Datum besteht die Geschäftsleitung der Meyer Burger Technology AG aus Hans Brändle (CEO), Michel Hirschi (CFO), Michael Escher (CCO), Gunter Erfurt (CTO) und Daniel Lippuner (COO).

Ausblick 2017
Aufgrund des starken Auftragseingangs, des hohen Auftragsbestands und wesentlicher Auslieferungen / Kundenabnahmen, die für November und Dezember 2017 vorgesehen sind, bestätigt Meyer Burger den Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 mit erwartetem Nettoumsatz auf Vorjahresniveau. Basierend auf den geplanten Kundenabnahmen erwartet Meyer Burger einen Nettoumsatz in der Grössenordnung von CHF 440-460 Mio. und ein EBITDA von rund CHF 30-45 Mio. für das Gesamtjahr 2017.

Dienstag, 15. August 2017

Weniger Ernte, mehr Energie

Die Holzerntemenge aus Schweizer Wäldern befindet sich auf einem Rekordtief. Mit insgesamt 4,46 Millionen Kubikmetern wurde letztes Jahr 2 Prozent weniger Holz geerntet als 2015. Dagegen ist die Absatzmenge beim Energieholz leicht angestiegen und fängt den Sinkflug wieder auf.   

Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) im Juli mitteilte, wurde 2016 im Schweizer Wald so wenig Holz geerntet wie seit zehn Jahren nicht mehr. Insbesondere beim Stammholz, dem mengenmässig wichtigsten Sortiment, ging das Erntevolumen mit einem Minus von 4% gegenüber dem Vorjahr am stärksten zurück. Abgefedert wurden die rückläufigen Zahlen vom zweitwichtigsten Sortiment, dem Energieholz: Gegenüber 2015 hat die gesamte Energieholzmenge um 1% zugenommen und befindet sich damit weiterhin im Aufwind. Anders als beim Stamm- und Industrieholz, die viel stärker dem internationalen Markt ausgesetzt und von Wechselkursschwankungen betroffen sind, ist die Energieholznutzung aufgrund langfristiger Verträge wesentlich konstanter und der Absatz über Jahrzehnte gesichert. Da Energieholz vorwiegend aus Laubholz, Landschaftspflegeholz sowie Ast- und Kronenmaterial gewonnen wird, geht seine erhöhte Nutzung nicht auf Kosten anderer Holzsortimente. Von den insgesamt genutzten 4,46 Mio. Kubikmeter entfielen 2,21 Mio. Kubikmeter auf Stammholz, 1,74 Mio. Kubikmeter auf Energieholz und 0,51 Mio. Kubikmeter auf Industrieholz. 

Nahezu 100% des genutzten Energieholzes stammt aus der Schweiz; und weil Energieholz meist im Umkreis von wenigen Kilometern geerntet, verarbeitet und schliesslich einer Holzheizung zugeführt wird, verbleibt der grösste Teil der Wertschöpfung in der Region. Dabei liegt der zunehmende Energieholzabsatz nicht nur im Interesse von Waldbesitzern und Forstbetrieben, sondern ist darüber hinaus vielerorts ein wichtiger Baustein der kantonalen Energiepolitik. Ein Beispiel hierfür ist der Kanton Thurgau. Das kürzlich von Holzenergie Schweiz überarbeitete Thurgauer Energieholzkonzept zeigt, dass dank konsequenter Holzenergieförderung bereits drei Viertel des nachhaltigen Energieholzpotenzials ausgeschöpft ist. 

Über den Verein Holzenergie Schweiz

Seit bald 40 Jahren fördert Holzenergie Schweiz eine sinnvolle, umweltgerechte, moderne und effiziente energetische Verwendung von Holz, dem zweitwichtigsten erneuerbaren und einheimischen Energieträger der Schweiz. Mit einer Vielzahl von attraktiven und modernen Dienstleistungen sind wir für Fachleute, Bauherren, Politiker, Firmen und interessierte Privatpersonen ein wichtiger und kompetenter Ansprechpartner im Bereich Holzenergie.  

Mehr unter www.holzenergie.ch

Samstag, 12. August 2017

Blamage für Trump

Der Klima-Ignorant im Weißen Haus blamiert sich weiter. Nach seinem angekündigten Austritt aus dem Pariser Klima-Abkommen erstellten jetzt 13 Wissenschaftsinstitute der USA einen Klimareport für den US-Kongress. Ergebnis, das soeben die Süddeutsche Zeitung so publizierte. Ein Kommentar von Franz Alt.

„Die vergangenen Jahrzehnte seien die wärmsten der zurückliegenden 1700 Jahre gewesen. Seit 1880 hat sich die Welt demnach insgesamt um 0,9 Grad Celsius erwärmt, ein Großteil dieses Temperaturanstiegs ist klar auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Selbst wenn sämtliche Emissionen sofort eingestellt würden, wäre ein Temperaturanstieg von weiteren 0,3 Grad Celsius in diesem Jahrhundert unvermeidbar.“ 

Dieser Report ist mit über 500 Seiten die umfangreichste Klimauntersuchung seit dem letzten Bericht des Weltklimarats IPCC aus dem Jahr 2013. 

Die Regierung Trump hat die Veröffentlichung des Berichts noch nicht freigegeben. Doch Beteiligte haben ihn der New York Times zugespielt, weil sie fürchten, dass die Regierung den Report noch verwässern werde. Viele Autoren dieses Klimaberichts sind namhafte Wissenschaftler der Meeres- und Klimabehörde NOAA. 

Im Bericht heißt es wörtlich: „Es gibt reichlich Beweise, dass sich das Klima verändert, von der obersten Atmosphäre bis in die Tiefe der Ozeane“. 
 
Das Tempo, in dem die Ozeane versauern, sei in den vergangenen 66 Millionen Jahren beispiellos. Die Wissenschaftler berechnen nun, dass es in den USA bis zum Ende dieses Jahrhunderts um bis zu 4.8 Grad Celsius wärmer werden könnte. Lang anhaltende Trockenheit und Wüstenbildung wären die logischen Folgen. 

Trump kommt immer mehr in die Defensive. Seine Popularitätswerte sind katastrophal. Auch die Mehrheit der Republikaner ist in der Zwischenzeit vom menschengemachten Klimawandel überzeugt. 

Vielleicht ist diese erneute innenpolitische Schwierigkeit einer der Gründe des außenpolitischen und kriegspolitischen Säbelrasselns Trumps gegenüber Nordkorea. Außenpolitische Abenteuer waren in der Geschichte schon immer eine Möglichkeit, um innenpolitisch noch punkten zu können.
© Franz Alt / www.sonnenseite.com

Donnerstag, 10. August 2017

Batteriensensation von den EKZ

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) standen lange Jahre im Ruf, in Bezug auf Erneuerbare Energien nicht gerade innovativ zu sein. Doch das hat sich unterdessen schon fast klammheimlich ins Gegenteil verkehrt: Sie präsentieren sich plötzlich gar als Vorreiter von europäischem Format: In Volketswil entsteht eine der mutmasslich grössten Speicherbatterien des Kontinents.
Modell des in Volketswil geplanten Speichers - Bild: EKZ

In schlechter Erinnerung steht etwa, dass die EKZ unter Einfluss von SVP-Regierungsrat Markus Kägi einst eine Solaranlage auf dem Dach der Universität Zürich partout verweigerten. Doch dann schienen sich die Angestellten zu emanzipieren – oder vielleicht realisierten sie ganz einfach, dass ihr Unternehmen dereinst gar nicht weiter bestehen könnte, würde es sich gegen den Lauf der Zeit stemmen. Als ersten und bereits erwähnenswerten Schritt lancierten sie auf dem Dach des Hauptsitzes in Dietikon eine weitherum anerkannte Testanlage für Solarmodule. Diese ergab übrigens im Lauf der Zeit, dass der mittlere Solarstromertrag in der Schweiz übers Jahr gerechnet höher liegen dürfte als zuvor angenommen – auf jeden Fall deutlich über den als Norm angenommenen 1000 Kilowattstunden (KWh) pro Kilowatt Leistung.

Vor fünf Jahren wurde ebenfalls in Dietikon auch ein erster Grossspeicher in Betrieb genommen, in Assoziation mit dem weltweit tätigen schweizerisch-schwedischen Techno-Konzern ABB und mit der damals beachtlichen Leistung von einem Megawatt (MW). Und jetzt also das: am Donnerstag haben die EKZ bekannt gegeben, einen Grosspeicher mit einer Maximalleistung von 18 Megawatt zu errichten. Mit dieser Grossbatterie machen die EKZ gemäss eigenen Angaben das Stromnetz fit für die Energiezukunft. 

Der Batteriespeicher soll Anfang 2018 in Betrieb gehen und eine Speicherkapazität von rund 7,5 Megawattstunden zur Verfügung stellen. Das ist genügend Strom, um 600 durchschnittliche Vierpersonenhaushalte einen Tag lang zu versorgen. Im Betrieb wird die neue Grossbatterie allerdings nicht direkt für die Stromversorgung genutzt. «Der Speicher wird Regelenergie für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid zur Verfügung stellen und damit zur Stabilisierung des Stromnetzes von Lissabon bis Istanbul beitragen», erklärt Marina González Vayá, Fachspezialistin Smart Grid bei den EKZ. In anderen Worten: Die Batterie liefert Strom, wenn im Netz zu wenig vorhanden ist. Und sie bezieht Storm, wenn es im Netz zu viel davon hat. Konkret wird die Batterie für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid Regelenergie liefern. Sie wird also dazu beitragen, Schwankungen im kontinentaleuropäischen Stromnetz auszugleichen. Und gemäss González sei die Wirtschaftlichkeit durchaus gegeben, ja sie stehe bei diesem Projekt im Zentrum. Denn die Vermarktung von Regelenergie sei aufgrund bisheriger Erfahrungen auch wirtschaftlich interessant. 

Das neue Batteriespeichersystem wird auf dem Gelände des EKZ Unterwerks Volketswil realisiert. Das Unterwerk wurde erst kürzlich neu gebaut. Gewisse Infrastrukturen des alten Unterwerks können für den Batteriespeicher genutzt werden. Zudem ist Volketswil bezüglich Leistungskapazität ein guter Standort im EKZ Netz. Die für die Realisierung benötigten Bewilligungen von der Gemeinde Volketswil und vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) liegen vor. Die EKZ haben bereits fundierte Erfahrung mit dem Betrieb und der Integration von Batteriespeichern und sind in diesem Bereich in der Schweiz führend. Seit über fünf Jahren betreiben sie am Standort Dietikon einen 1-Megawatt-Batteriespeicher, der zuverlässig Primärregelenergie liefert. Mit der nun geplanten Grossbatterie leisten die EKZ einen weiteren Beitrag für das Stromnetz der Zukunft. «Immer mehr erneuerbare Energiequellen speisen Strom unvorhersehbar ins Netz ein», sagt Michael Koller, Leiter Technologiemanagement bei den EKZ. «Um die Netzstabilität zu gewährleisten, gewinnen solche dezentralen Speichermöglichkeiten immer mehr an Bedeutung.» 

Das nun geplante Batteriespeichersystem ist das grösste der Schweiz. Die Batterie hat mehr als die zehnfache Speicherkapazität und mehr als die siebzehnfache Leistung des bestehenden EKZ Speichers in Dietikon, braucht allerdings nur dreimal so viel Platz. Die Batterie wird in drei Containern untergebracht. Lieferantin des Speichers ist NEC Energy Solutions. 

SRF-Interview mit der Projektverantwortlichen  Marina González Vayá

Dienstag, 8. August 2017

Gigantisches Wachstum

Analysten eines US-Marktforschungsinstitutes erwarten für die Entwicklung der PV-Märkte bis zum Jahr 2021 erhebliche Marktverschiebungen. Die Gesamtleistung der weltweit installierten PV-Leistung könnte gemäss dem Branchenportal solarbranche.de bis dahin auf fast 800.000 Megawatt ansteigen.

Künftig wird Indien China als PV-Grossmacht ablösen
Bislang dominiert China den internationalen Photovoltaik-Markt. Allein im Jahr 2016 entfiel mit über 34.000 Megawatt (MW) knapp die Hälfte der weltweit installierten Zubauleistung auf das Reich der Mitte. Nach Einschätzung der in Boston ansässigen Marktforschungseinrichtung Lux Research löst Indien China in den nächsten Jahren als wichtigsten Photovoltaik(PV)-Markt ab. Insgesamt sind die weltweiten PV-Installationen im Jahr 2016 um 75.000 MW gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr 2015 entspricht das einem Wachstum von etwa 50 Prozent. Mit Blick auf die weitere Entwicklung bis 2021 gehen Marktforscher von Lux Research davon aus, dass sich die jährliche Wachstumsrate bei etwa sechs Prozent einpendeln wird. Bis 2021 könnte die jährlich installierte PV-Leistung auf über 100.000 MW ansteigen, die PV-Gesamtleistung eine Größenordnung von knapp 800.000 MW erreichen.  

Hinsichtlich der regionalen Verteilung der Märkte erwarten die Analysten eine deutliche Verschiebung. Während derzeit China noch den zentralen Markt darstellt, werden in Zukunft Märkte wie Kanada, USA, Indien, Südkorea und Mexiko mit ambitionierten Ausbauzielen für erneuerbare Energien und jährlichen Wachstumsraten zunehmend an Bedeutung gewinnen und den Marktrückgang in China kompensieren. Als Gründe für die nachlassende Marktentwicklung in China sehen die Analysten Probleme mit dem Netzanschluss und sinkende Vergütungssätze. Allein für Indien erwartet Lux Research ein Anziehen des Marktes bis 2021 auf einen Zubau von jährlich 18.000 MW bei einer Wachstumsrate von 26 Prozent. Bislang dominiert China den internationalen Photovoltaik-Markt. Allein im Jahr 2016 entfiel mit über 34.000 Megawatt (MW) knapp die Hälfte der weltweit installierten Zubauleistung auf das Reich der Mitte. Nach Einschätzung der in Boston ansässigen Marktforschungseinrichtung Lux Research löst Indien China in den nächsten Jahren als wichtigsten Photovoltaik(PV)-Markt ab. 

Auch im Jahr 2021 werden multikristalline Solarzellen aufgrund kontinuierlich sinkender Modulkosten mit einem Marktanteil von 65 Prozent die führende PV-Technologie darstellen. Bei Dünnschichtzellen auf Basis von Cadmium-Tellurid erwarten die Analysten einen Anstieg des Marktanteils auf sieben Prozent. Insgesamt haben die Lux Research-Analysten drei Szenarien betrachtet. Die dargestellten Zahlen basieren auf dem Basisszenario. In den beiden Alternativszenarien kommt es zu abweichenden Ergebnissen. Im Falle eines Abschwungs in den USA sei ein Marktrückgang zu erwarten, während ein massiver Ausbau im Bereich Speichertechniken zu höheren Zahlen führen kann, so die Marktforscher.


Freitag, 4. August 2017

Über 50 Prozent mehr Strom

Neue Forschungsergebnisse aus den USA auf dem Gebiet der Konzentrator-Photovoltaik (CPV) lassen aufhorchen. Im Praxistest erzeugte ein CPV-System über 50 Prozent mehr Strom als eine gängige Silizium-Solarzelle.

Bereits seit längerem befassen sich Wissenschaftler in der Solarforschung mit hochkonzentrierenden Solarzellen, bei denen die Solarstrahlung gebündelt wird. Ein kommerzieller Durchbruch konnte bislang noch nicht erzielt werden. Eine Herausforderung bei Konzentrator-Systemen liegt darin, dass die Solarzellen über einen Tracking-Mechanismus kontinuierlich dem Verlauf des Sonnenlichtes nachgeführt werden müssen. Nachteilig ist zudem die Größe der Systeme, da diese bislang deutlich mehr Fläche benötigen als marktgängige Solarzellen. Forscher der Pennstate University in Pennsylvania haben nun ein System mit einem neuen Tracking-Mechanismus getestet, das zudem deutlich kleiner ist. "Wir versuchen, ein hocheffizientes CPV-System mit der Größe eines herkömmlichen Silizium-Solarmoduls zu entwickeln", so Charles Giebink, Assistenz-Professor für Elektrotechnik an der Pennstate Universität. Dazu haben die Forscher kleine Mehrsicht-Solarzellen mit einer Größe von 0,5 Quadrat-Millimetern in eine Glasscheibe eingebettet. Diese wird flexibel zwischen zwei Kunststoff-Linsen-Arrays gelagert. In dieser Konstruktion könnten die Solarzellen dem Sonnenlicht folgen, obwohl die Kunststofflinsen auf dem Dach fixiert sind. Über einen Tag gesehen, müssten sich die Solarzellen nur zwei Zentimeter bewegen. 

"Unser Ziel in diesen jüngsten Experimenten war es, die technische Machbarkeit eines solchen Systems zu demonstrieren", so Giebink. "Wir haben einen Prototypen mit einer einzigen Mikrozelle und ein Paar Linsen zusammengestellt, die das Sonnenlicht mehr als 600 Mal konzentrieren, und ließen es die Sonne im Laufe eines ganzen Tages automatisch verfolgen." Im Rahmen eines zweitätigen Praxistestes konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass ihr CPV-System im Vergleich zur 17-prozentigen Effizienz der Siliziumzelle einen Wirkungsgrad von 30 Prozent erreichte. Über den ganzen Tag produzierte das CPV-System zudem 54 Prozent mehr Energie als die Siliziumzelle. Wenn die Zelle gekühlt worden wäre, hätten sogar 73 Prozent mehr Strom erzeugt werden können, so die Wissenschaftler. 

Nach Einschätzung von Charles Giebink ist das eingebettete Tracking-CPV-System perfekt für Orte mit viel direktem Sonnenlicht, wie die südwestlichen USA oder Australien. Insgesamt äußerte er sich angesichts der Testergebnisse optimistisch über das Potenzial der neuen CPV-Technik für Anwendungen in Dachanlagen oder auch Elektrofahrzeugen. Es bestünden allerdings noch große Herausforderungen bei der Größenskalierung und dem Nachweis, dass das System langfristig zuverlässig funktionieren kann.